HISTORIE - Die Tennisgemeinschaft Rot-Weiß Wetter-Wengern e.V.
(von Dieter Dekowski, geschrieben 2008)

 

Also, 1986 vor 22 Jahren, wurde unser Verein durch acht Personen aus einer Thekenlaune heraus, aus der Taufe gehoben.

Ohne Konzept, aber mit klaren Vorstellungen den weißen Tennissport auch in Wengern eine Chance zu bieten, wollte man ein erfolgreiches Sportangebot auch in Wengern präsentieren, wie es bereits von Boris Becker und Steffi Graf erfolgreich gespielt wurde.
Dr. Olaf Röper und Erika Röper, Jutta Beck, Hans Herzog, Günter Niggemann, Jürgen Zielske sowie Manfred und Christa Spiekermeier usw., ahnten nicht, dass sie damit eine Lawine von tennisinteressierten Wengeranern ins Rollen brachten. Somit waren die Gründungsmitglieder, auf Grund der großen Nachfrage, bald gefordert eine erste Versammlung im „Leimkasten“ einzuberufen. Eine ehr euphorische und begeisterte Tennisgruppe von fast 40 Mitgliedern hatte sich gleich zusammengefunden.

Die wichtigste Frage die man nun stellte war, wie sollen wir ohne Plätze „aber Tennis spielen“. Und wann und wie steht uns hier in Wengern ein Platzgelände zur Verfügung. Auf 1000 Fragen konnte man aus der ersten Stunde der Euphorie, nicht immer gleich eine Antwort finden. Aber Möglichkeiten mit dem Tennisspielen zu beginnen gab es dann doch noch. Erst einmal wurde in der Turnhalle auf dem „Brasberg“ ein Turnier zum kennen zulernen ausgerichtet. Weitere Aktivitäten wie z.B. ein Herbstfest mit Grünkohlessen folgten.

Um allen Tennisaktivitäten gerecht zu werden, wurden Freundschaftsturniere bei benachbarten Tennisvereinen arrangiert. Selbst Tennisvereine aus Witten, wie die TG und SUA und der Hardensteiner TC hatten uns sportliche Unterstützung zugesagt. Auch unser Tennisnachbarverein Demag Wetter hatte uns zu einem Freundschaftsturnier eingeladen.

Um eine geeignetes Vereinsgelände zu finden, verfolgte der Vorstand verschiedene Optionen, die sich jedoch am Anfang nicht so einfach umsetzen ließen. Ein ehr glücklicher Zufall wollte es, dass sich unsere erste Tennis-Heimat 1988 in Hiddinghausen „Kronen-Park“ erfolgreich verwirklichen ließ. Somit war für den Gründungsvorstand ein wichtiges Ziel erreicht. Denn endlich konnte man den so ersehnten Spielbetrieb aufnehmen. Mit drei Mannschaften: Damen/Jungsen, Herren 1. Mannschaft und Herren/Jungsen nahm man im Bezirk Südwestfalen am Meisterschaftsbetrieb 1989 teil.

Natürlich ist die Suche auf ein geeignetes Grundstück direkt in Wengern nicht vergessen worden! Es wurden weitere Möglichkeiten vom Vorstand verfolgt. Maßgeblich ist es besonders Dr. Olaf Röper zu verdanken, dass durch seine guten Kontakte zum Rat der Stadt und die guten Beziehungen zum ehemaligen Bürgermeister U. Schmidt, dass Platzgelände in Oberwengern der Tennisgemeinschaft R.W. Wengern zur Verfügung gestellt wurde.

Die zweite Generation nach dem Gründungsvorstand mit Hans Herzog und Erika Röper wurde im Jahr 1990 durch Jürgen Börgener und Dieter Dekowski ersetzt.

Nach vielen Ortsbesichtigungen und Verhandlungen war es am 2. Mai 1992 endlich soweit, dass man die eigene Platzanlage an der Hoffmann-von-Fallersleben-Str. in der Nähe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, seinen Mitgliedern übergeben konnte. Auf drei Plätzen und mit fast 200 Mitgliedern, konnte man z.B. den ersten Aufstieg der Herren/Jungsen. 1991 in die Bezirksklasse, verbuchen. Weiter Höhepunkte sollten von allen Mannschaften bald folgen.

Zwei weitere historische Momente der Vereinsgeschichte wurden dann am 1. Mai 1994 mit der Grundsteinlegung und der 11. Juni 1991 mit dem Richtfest geschrieben.

Mit einer großen Feier zum 10. jährigen Bestehen des Vereines im Juni 1996, wurde den Mitgliedern dann endgültig das fertige Clubhaus übergeben. Mit Wolf-Rüdiger Jesinghaus wurde die dritte Vorstandsgeneration gefunden, der den Vereins über das Jahr 2000 entscheidend weiterführte, mit an seiner Seite war als Stellvertreter Dieter Dekowski verantwortlich, der bis heute die Geschicke des Vereins maßgeblich mitbestimmte.

Sportlich wie auch gesellschaftlich, konnte die TG R.W. Wengern einiges Bewegen, aber letztendlich zeigt sich, dass dem Tennissport heute die nötigen Leitbilder fehlen und aus dieser Tatsache eben erhebliche Mitglieder verloren gehen. Mutige und zielorientierte Mitglieder, die in ihrer Freizeit sich für ein Ehrenamt zur Verfügung stellen, werden dringend gesucht. Gleichwohl haben mittlerweile alle Sportvereine ihre Sorgen, denn immer öfter sind die Vorstandsposten vakant, weil sich die junge Generation nach uns für diese Funktionen nicht bereit erklärt.

Deshalb unser Aufruf an alle Wengeraner sowie Nachbarn, „Schaut einmal bei uns vorbei, und werdet Mitglied bei der „Tennisgemeinschaft R.W. Wengern“. Ein so großer Vorort wie Wengern mit fast 7500 Einwohnern müsste es schaffen, mindestens 150 bis 200 Tennisinteressierten eine Heimat zu bieten.
Also, wir freuen uns auf Euer erscheinen. Ein gemütliches Clubhaus lädt zu allerlei Unterhaltung ein. Dem Motto: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und vor dem Spiel ist nach dem Spiel, kann nach der „Hatz hinter der gelben Filzkugel“ bei einen „Absacker“ der Alltagsstress gemeinsam vergessen werden.